Die Internationale Implantatstiftung (München/Deutschland) gibt aus gegebenem Anlass die folgende Warnung an Implantatpatienten heraus.

Betreffend: (Prof.) Dr. E. Fischer-Brandies, Oralchirurg, München

Die Patienten werden aufgefordert, die in seinen schriftlichen «Gutachten» und mündlichen Beurteilungen enthaltenen Aussagen sorgfältig zu bewerten. Die Internationale Implantatstiftung hat drei solcher Gutachten analysiert und festgestellt, dass die darin gemachten Aussagen falsch sind und weder die klinische Praxis noch die wissenschaftliche Basis und das zum Zeitpunkt der Aussagen zur Verfügung stehende Wissen widerspiegeln.

Diese Warnung wird ausgegeben, nachdem uns ein für den Patienten T.L. (BE) ausgestelltes Gutachten bekannt geworden ist. Wir fassen seine falschen Befunde / Kommentare wie folgt zusammen:

  • Dr. Fischer-Brandies behauptet, dass die kortikale Verankerung im Nasenboden, im Sinusboden und in der lingualen Kortikalis des Unterkiefers erfolgt (d.h. Behandlungen gemäß dem gültigen Methodenkonsensus in der kortikalen Implantologie, http://www.implantfoundation.org/de/consensus-16-approved-methods-2018-menu-en) ist eine Fehlbehandlung, und es müssen ALLE Implantate entfernt werden, obwohl es de facto keine Anzeichen eines Versagens eines Implantats oder Hinweise auf die Notwendigkeit einer Entfernung gemäß dem Konsensus gibt (Konsensus betr. basale/strategische Implantate, http://www.implantfoundation.org/de/consensus-on-basal-implants-2018). Dr. Fischer-Brandies beurteilt die Behandlung nicht in Kenntnis der verwendeten Behandlungsmethode. Er selber verwendet eine ältere, heute eher obsolete Behandlungsmethode, und es fehlen ihm für die neue und wesentlich wirksamere Methode des Strategic Implant die nötigen Basiskenntnisse.
  • Dr. Fischer-Brandies erklärt weiter, dass die Brücken für Patienten T.L. müssen entfernt werden, da sie schwer zu reinigen sind. Er übersieht die Tatsache, dass nach Entfernung von 20 Zähnen mit einer erheblichen Atrophie des Knochens und des Zahnfleisches zu rechnen ist und dass aufgrund dieser Atrophie Lücken zwischen den Zähnen / der Brücke und dem Zahnfleisch ohnehin von alleine entstehen. Dabei wird sich über Wochen ein sehr guter Zugang zur Reinigung automatisch entwickeln.
  • Das von Dr. Fischer-Brandies herausgegebene Dokument (Gutachten) bezieht sich überhaupt nicht auf die angeblichen Beschwerden des Patienten.
  • Herr Dr. Fischer-Brandies verkennt vollständig, dass bei dem bei T.L. angewandten Behandlungsverfahren ein „Knochen-Implantat-Prothetik-System“ errichtet wird. Bei diesem System stellen die Implantate nur ein Bestandteil dar, wenn auch ein Wesentliches. Im Hinblick auf die Sofortbelastung der Implantate werden stets etwas mehr als die minimal nötigen Implantate kortikal verankert, und daher können, insbesondere nach dem Hinzutreten der Osseo-Integration (neben der chirurgisch herbeigeführten Osseo-Fixation) einzelne der polierten Implantate (falls nötig) ohne weiteres und ohne Entfernung der Brückenkonstruktion entfernt werden.

Wir informieren die Öffentlichkeit auch darüber, dass Dr. Fischer-Brandies schon früher versucht hatte, ältere Bewertungen seiner Tätigkeit durch die Internationale Implantatstiftung (IF) aus dem Internet zu entfernen (indem er eine strafrechtliche Anklage gegen die IF forderte). Seine Bemühungen waren nicht erfolgreich. Die Bewertungen und die Veröffentlichung des IF (entsprechen) und entsprachen den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland.
In Bezug auf Dr. Fischer-Brandies wird nun eine öffentliche Warnung herausgegeben, weil wir festgestellt haben, dass Dr. Fischer Brandies offensichtlich regelmäßig unrichtige Gutachten verfasst, und weil wir festgestellt haben, dass das für den Patienten erteilte Gutachten T.L. ist so krass-falsch, dass diese allgemeine Warnung an die Öffentlichkeit bzw. eventuell betroffene Patienten gerechtfertigt ist.

Es ist anzunehmen, dass dieses falsche «Gutachten» (Patientenfall T.L.) nicht im Interesse des Patienten ausgestellt wurde, sondern im Interesse Dritter, z.B. Parteien, die Dr. Fischer-Brandies in der Vergangenheit und in der Gegenwart unterstützt haben.

Die Internationale Implantatstiftung wurde 2006 gegründet und hat den Zweck, die Forschung auf dem Gebiet der Implantologie zu unterstützen, Praktiker auszubilden, und Patienten zu beraten und zu unterstützen.